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Schutzkleidung - 3 min read

Vier Hauptelemente der Lieferkette für nachhaltige Schutzkleidung

Nachhaltigkeit ist ein angesagtes Thema, da Unternehmen weltweit zunehmend umweltbewusster agieren. Aber Nachhaltigkeit erfordert nicht nur Bewusstsein, sondern auch Konsequenz.

Schutzkleidung legt einen langen und komplexen Weg durch die Lieferkette zurück, bevor sie zum ersten Mal angelegt wird. Bei TenCate Protective Fabrics suchen wir gemeinsam mit unseren Lieferkettenpartnern aktiv nach Möglichkeiten, um nachhaltige Lösungen zu implementieren. Wir befassen uns mit diesem Prozess in unserer Lebenszyklusanalyse – dem „Cycle of Care“.

Doch Nachhaltigkeit ist keine Einbahnstraße. Natürlich wollen wir unseren ökologischen Fußabdruck verbessern, doch müssen wir zugleich absolute Sicherheit gewährleisten und die Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmens sichern.

Im Folgenden befassen wir uns mit den vier Hauptbereichen der Lieferkette für Arbeitsschutzkleidung sowie den Optionen und Herausforderungen, die sich uns im Zuge der Verbesserung der Nachhaltigkeit stellen.

1) Nachhaltige rohstoffe

Wir können Nachhaltigkeit fördern, indem wir einen genauen Blick auf die Rohstoffe werfen, mit denen wir arbeiten. Derzeit gehen wir davon aus, dass dieser Bereich den größten Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten kann. Aus diesem Grund sind wir vollauf damit beschäftigt, unsere Technologieplattform Ecogreen auf alle unsere Produktreihen auszudehnen. Die folgenden Fasern sind wichtige Bestandteile dieser Technologieplattform:

  • TENCEL™ Lyocell ist ein optimaler Ersatz für Baumwolle, da diese Faser ein besseres Feuchtigkeitsmanagement bietet. Die Faser wird aus Zellulose hergestellt, verbraucht bei der Produktion 95 % weniger Wasser als Baumwolle und kommt ohne Pestizide aus.
  • Recyceltes Polyester ist eine weitere attraktive Alternative, da es dynamisch, günstig, robust und somit neuem Polyester sehr ähnlich ist.

Die Entscheidung für nachhaltigere Rohstoffe bedeutet auch, dass wir Fasern wählen, die ihre Langlebigkeit auch nach vielen industriellen Wäschen unter Beweis stellen. Daher können wir nicht nachhaltige Fasern verwenden. Wir müssen gewährleisten, dass Schutzkleidung nach wiederholtem Waschen immer noch höchste Sicherheit bietet. Aus diesem Grund sind die vorgenannten Fasern erste Wahl für uns.

2) Optimierung des produktionsprozesses

Die Produktionsprozesse für unsere Gewebe lassen sich auf verschiedene Arten nachhaltiger gestalten. Unter anderen können wir Wasser erneut verwenden, weniger und dafür grüne Energie nutzen und nach intelligenteren Transportlösungen suchen. Dennoch können wir diese Optionen nur in begrenztem Umfang in Anspruch nehmen, da die Marktakzeptanz aufgrund der anfallenden Kosten gering ist.

Außerdem könnten wir den Herstellungsprozess optimieren, indem wir andere Farbstoffe als derzeit verwenden. Natürliche Farbstoffe sind eine interessante nachhaltige Option. Allerdings müssen wir den Gebrauch natürlicher Färbemittel genau untersuchen, da je nach Behandlungsverfahren die Flammresistenz eventuell geringer ausfällt als bei chemischen Färbemitteln, worunter die Sicherheit leidet.

3) Maximale Langlebigkeit

Bei Nachhaltigkeit geht es nicht nur um die Herstellung, sondern auch um die Langlebigkeit. Um den Trägern möglichst hohen Komfort zu bieten und eine optimale Pflege zu gewährleisten, sollten sie ihre Kleidung regelmäßig wechseln und waschen können. Aus diesem Grund produzieren wir Gewebe, die problemlos häufiger industriell gereinigt werden können und maximale Langlebigkeit bieten. Je länger die Träger unsere Kleidung nutzen, desto weniger Abfall produzieren wir.

4) Kreislaufansatz für nachhaltigkeit und langlebigkeit

Die „Kreislaufwirtschaft“ ist derzeit in aller Munde. Wie der Begriff schon sagt, geht es um einen Kreislaufansatz; in unserem Fall bedeutet das, dass die Wiederverwendung von Gewebe und Recycling im Mittelpunkt unserer Nachhaltigkeitsbestrebungen stehen.

Doch im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft stehen wir vor zwei großen Herausforderungen:

Erstens ist es für uns wichtig, EU-Verordnungen und Normen sowie die Flammschutzanforderungen zu erfüllen, die für unsere Gewebe gelten. Daher müssen wir Intimmischungen verwenden, da wir nur so alle notwendigen Anforderungen erfüllen können. Doch wenn wir Intimmischungen verarbeiten, können wir die Fasern nicht mehr in ihren Originalzustand versetzen, da wir sie fürs Recycling nicht trennen können. In dieser Situation hat Sicherheit Vorrang vor Nachhaltigkeit.

Zweitens müssen unsere Fasern Mindestanforderungen genügen. Selbst wenn unsere Mischungen fürs Recycling getrennt werden könnten, würden die ursprünglichen Eigenschaften der Fasern teilweise verloren gehen. Dadurch würden sie immer schwächer, bis sie ihren eigentlichen Zweck, nämlich ein brandresistentes und nachhaltiges Schutzgewebe zu bieten, nicht mehr erfüllen können. Das bedeutet, dass Fasern, die in unseren Mischungen verwendet werden, Mindestanforderungen erfüllen müssen, um allen Einflüssen widerstehen und den Träger schützen zu können.

Der zentrale Gedanke der Kreislaufwirtschaft ist etwas, auf das wir Wert legen und hinarbeiten, aber als Hersteller von Schutzgewebe – noch – nicht praktisch umsetzen können.

Jede Branche hat ihre eigenen Anforderungen und Herausforderungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Als Zulieferer für Arbeitsschutzkleidungshersteller steht die Sicherheit der Träger bei uns immer im Vordergrund.

Wir stehen auch weiterhin vor Herausforderungen, wenn wir die Nachhaltigkeit verbessern, aber zugleich höchste Sicherheit und höchsten Komfort für unsere Kunden bieten wollen. Daher sind wir bei TenCate Protective Fabrics auch weiterhin bestrebt, unser Bestes zu tun, um so nachhaltig wie möglich zu arbeiten, ohne die hohen Qualitätsstandards unserer Schutzgewebe zu vernachlässigen.

6 Industry trends [DE]

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