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Die Langzeiteffekte der Pandemie auf den Arbeitsmarkt

Es besteht kein Zweifel daran, dass der Ausbruch der Pandemie weltweit dramatische Folgen für einige Branchen gehabt hat. Arbeitgeber und Arbeitnehmer wurden mit neuen Herausforderungen konfrontiert und haben sich an diese angepasst. Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen, was hat sich geändert? Wir haben mit Nicky Taglione gesprochen, dem Eigentümer von Tag, einem globalen Personalentwicklungsunternehmen für die industrielle PSA-Branche. Nicky Taglione verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung mit der Personalanwerbung in der PSA-Industrie. Gemeinsam haben wir die Langzeiteffekte der Pandemie auf den Arbeitsmarkt eingehender untersucht. Dabei haben wir festgestellt, dass in der Schutzkleidungsbranche aus dem Chaos eine neue Ordnung entsteht.

Veränderungen für das Personal

Die Pandemie hat sich in mehreren Branchen nachhaltig auf das Personal ausgewirkt. Die Unterbrechung des gewohnten Arbeitsrhythmus hat einen Dominoeffekt verursacht, viele Angestellte haben ihre Work-Life-Balance neu überdacht. Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, hat dazu geführt, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber die normale Fünftagewoche im Büro immer mehr in Frage gestellt haben.

Einige Arbeitnehmer sind im Homeoffice wesentlich produktiver. Andere haben eine gegenteilige Erfahrung gemacht, da ihre Arbeit den engen Kontakt mit Kollegen erfordert.

In der Schutzkleidungsindustrie haben 25 % der Mitarbeiter aufgrund von COVID-19 den Arbeitsplatz gewechselt. Neben der Work-Life-Balance waren die wichtigsten Gründe für einen Arbeitsplatzwechsel:

  • Durchschnittliches Gehalt: Arbeitnehmer wissen heutzutage bedeutend besser als früher, welche Durchschnittsgehälter für ihre Positionen angemessen sind.
  • Karriereentwicklung: Arbeitnehmer wollen sicher sein, dass ihnen Karrieremöglichkeiten geboten werden.
  • Allgemeine Bezüge und Leistungen: Mitarbeiter wollen die gesamten Vorteile der Zusammenarbeit mit einem Unternehmen sehen und nicht nur ein Grundgehalt — Anreize, wie Incentives sind wichtig.
  • Unternehmenskultur: Arbeitnehmer wollen sich am Arbeitsplatz wohlfühlen und von ihrem Arbeitsumfeld geschätzt werden.
  • Schulung und Förderung: Ein wichtiger Aspekt in allen Branchen, aber vor allem in der PSA-Branche. Dort müssen die Produkte fachkundig verkauft werden und die Mitarbeiter müssen von der Qualität der lebensrettenden Produkte überzeugt sein.

All das hat dazu geführt, dass nach der Pandemie ein regelrechter „Krieg um Talente“ ausgebrochen ist. In der Branche wird hochmotiviert nach neuen talentierten Mitarbeitern gesucht.

„Die Pandemie hat sowohl den Arbeitsmarkt als auch den PSA-Markt einschneidend verändert. Wir müssen uns also die Frage stellen, was wir daraus lernen?“ — Nicky Taglione

Auswirkungen auf Geschäftsinhaber

Für all diejenigen, die gerade im Begriff waren, ein neues Unternehmen zu gründen, hat die Pandemie dieses Unterfangen bedeutend erschwert. Darüber hinaus hat der postpandemische Bedarf an talentierten Arbeitskräften die Gehälter in die Höhe getrieben. Während das zweifellos eine positive Entwicklung für Arbeitnehmer ist, können sich kleine Unternehmen diese Ausgabe schlichtweg nicht leisten.

Die zunehmende Digitalisierung ermöglicht Geschäftsinhabern allerdings eine effektivere Betriebsführung. Dank der neuen digitalen Arbeitsweise können Beförderungs- und Unterbringungskosten für Geschäftsreisende eingespart werden. Dieser Trend hat sich auch nach dem ersten Jahr der Pandemie fortgesetzt.

Auch Arbeitgeber profitieren davon, dass Mitarbeiter verstärkt im Homeoffice arbeiten können. Solange neue Talente über die erforderlichen Kompetenzen verfügen, ist es häufig nicht mehr nötig, dass sie an einem bestimmten Ort wohnen, sodass Arbeitgeber überall auf der Welt nach Personal suchen können.

„Aus dem Chaos entsteht Ordnung - nach der Pandemie haben wir ein Erwachen der Industrie beobachtet, die Menschen versuchen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und sich neu zu orientieren.“ — Nicky Taglione

Was bedeutet das für die Schutzkleidungsbranche?

Obwohl die Pandemie für uns alle eine sehr harte Zeit gewesen ist, gibt es auch einen Lichtblick: sie hat dazu geführt, dass die Industrie zu neuem Leben erwacht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf der ganzen Welt versuchen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und sich neu zu orientieren.

In der PSA-Branche hat sich die Arbeitsweise im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie verändert. Wir gehen von folgenden Entwicklungen aus:

  • Hybride Arbeitsmodelle bleiben bestehen: Arbeitgeber erfüllen die Arbeitnehmerforderung nach einer besseren Work-Life-Balance.
  • Digitalisierung und Automatisierung werden unverzichtbare Tools: Die Pandemie hat uns gezwungen, zu akzeptieren, dass unsere Arbeit nicht mehr als Präsenzbesuche ausgeführt werden kann. Trotzdem musste die Arbeit irgendwie erledigt werden, besonders in der Schutzkleidungsbranche. Deswegen haben wir digitale Programme entwickelt, die zum Beispiel Messungen des Körpers und der Augen virtuell durchführen könnten. Darüber hinaus haben wir unsere E-Commerce-Kapazitäten erweitert und zum Beispiel ein Kundenportal konzipiert, mit dem Lieferfähigkeit und Lieferstatus ganz einfach überwacht werden können. Diese Entwicklungen waren notwendig, um die Pandemie zu überstehen. Jetzt bieten sie uns eine ausgezeichnete Chance, um den Endverbrauchern besseren Zugang zu einer Reihe von Schutzkleidungsoptionen zu bieten.

„Lieferanten lernen, wie sie Konzepte flexibler verkaufen können. Infolge von Problemen durch Lieferengpässe, betrachten sie die Digitalisierung jetzt als Hilfsmittel, mit dem sie die gesamte Lieferkette bis hin zum Endverbraucher erreichen können. Bei TenCate Protective Fabrics machen wir uns diese Tendenz zunutze, während wir weiterhin auf fachliches Können setzen.
— Wouter van den Brink

  • Daten sind entscheidend: Da Verkäufe und Beratungen während der Pandemie nicht immer persönlich stattfinden konnten, stieg der Datenbedarf. Datengesteuerte Verkäufe bedeuten einerseits weniger Abhängigkeit von Arbeitskräften. Allerdings muss mehr getan werden, um effektiver Daten und Prognosen zu erstellen, dieser anhaltenden Nachfrage gerecht zu werden und unser Bestes zu geben, wenn es um unsere Produkte geht.

Aus dem Chaos entsteht Ordnung: wir kommen voran

Während wir uns einen Weg durch die postpandemische Welt bahnen, ist vollkommen klar, dass im Arbeitsmarkt Verschiebungen und Änderungen stattgefunden haben. Die letzten zwei Jahre waren nicht leicht. Mittlerweile sind wir jedoch in der Lage, darüber nachzudenken, was wir von unserer veränderten Belegschaft gelernt haben, und uns daran anzupassen. Wenn Arbeitgeber flexibel genug sind , um die neuen Wertvorstellungen der Arbeitnehmer zu integrieren, die sich in den letzten zwei Jahren herausgebildet haben, und den Anforderungen ihres Unternehmens treu zu bleiben, können wir eine neue Arbeitsweise finden, von der alle profitieren.

TOPICS: Arbeitswelt Textilbranche