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Schutzkleidung - 3 min read

Die Auswirkungen der Hyperinflation auf Betriebskapital und Geldfluss in der Schutzkleidungsbranche

Die Schutzkleidungsbranche wird zurzeit mit noch nie dagewesenen Herausforderungen in den Lieferketten konfrontiert. Jetzt, wo sich die Märkte nach der Pandemie wieder öffnen, stehen wir vor neuen Herausforderungen, die durch die Hyperinflation und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Betriebskapital und den Cashflow verursacht werden. In diesem Blog untersuchen wir, wie es zu dieser Situation gekommen ist und was sie für die Zukunft bedeutet.

Betriebskapital und Cashflow, was bedeuten diese Begriffe?

Bevor wir uns in das Thema vertiefen, sollten wir die Begriffe Betriebskapital und Cashflow klären.

Betriebskapital sind die Liquiditätsreserven, die ein Unternehmen für die täglichen Geschäftsabläufe verwendet. Das Betriebskapital setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

  1. Inventar: die vorhandenen Lagerbeständen, die verkauft werden müssen
  2. Außenstände: Zahlungen, die Sie erhalten müssen
  3. Verbindlichkeiten: Zahlungen, die Ihr Unternehmen leisten muss

Cashflow bezeichnet den Zufluss und Abfluss liquider Mittel eines Unternehmens im Laufe des Jahres. Der Cashflow setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  1. Operative Geldmittel: Geld, das mit dem Geschäftsbetrieb verdient wird
  2. Investitionen: Geld, das in Betriebskapital und Vermögenswerte investiert wird, um das Geschäft auszubauen

Um zu sehen, wie viel Geld einem Unternehmen tatsächlich zur Verfügung steht, werden die Investitionen von den operativen Geldmitteln abgezogen.

Wie wirkt sich die Hyperinflation auf Betriebskapital und Cashflow aus?

Die Hyperinflation hat Folgen für die gesamte Textilindustrie und andere Wirtschaftszweige gehabt und zwingt somit die komplette Versorgungskette zu Preiserhöhungen. Die zu verkaufenden Lagerbestände haben sich nicht geändert, aber wenn wir überleben wollen, können wir sie nicht mehr zum selben Preis verkaufen wie vorher. Natürlich ist das in der ganzen Lieferkette spürbar, denn die Preissteigerungen von unserer Seite werden durch die Kette weitergegeben und treffen schließlich die Endverbraucher. Damit sich die Unternehmen über Wasser halten können, muss das Betriebskapital also an allen Punkten der Versorgungskette neu bewertet werden. Darüber hinaus müssen wir unseren Cashflow neu bewerten, um zu verstehen, was wir uns in dem neuen Finanzklima noch leisten können.

Neben den Preissteigerungen, die wir vornehmen müssen, um zu überleben, wird die Hyperinflation auch erhebliche Auswirkungen auf das Betriebskapital und die Liquidität zur Folge haben. Die textile Lieferkette ist ziemlich lang und die Lagerbestände sollten vorfinanziert werden. Angesichts der Hyperinflationssituation sind nun allerdings viel mehr Geldmittel für das Tagegeschäft gebunden.

Unten finden Sie ein Rechenbeispiel, das den möglichen Effekt der Hyperinflation auf das Betriebskapital und den Cashflow eines Unternehmens verdeutlicht. Das nötige Betriebskapital in der Textilindustrie beträgt ungefähr vier Monate, bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 30 %. Dies erforderte in % des Jahresumsatzes 10% mehr Barmittel, um das Unternehmen zu führen und vorzufinanzieren (4/ 12 * 30 %). Ein Unternehmen mit einem Umsatz von 100 Millionen und einem Betriebskapital von 33,3 Millionen, benötigt in der aktuellen Situation Geldmittel in Höhe von 43,3 Millionen, um dasselbe Geschäftsvolumen zu erzielen.

In Millionen Frühere Situation Hyperinflation Differenz
Einheiten 5 5 -
Preis 20 26 +30%
Verkauf (Einheiten * Preis) 100 130 +30M
Betriebskapital (4 Monate) 33.3 43.3 +10M (+30%)

Das obige Beispiel verdeutlicht, dass heutzutage wesentlich mehr Betriebskapital erforderlich ist als vorher. Ein Unternehmen, das keine Reserven mehr hat, muss eventuell einen zusätzlichen Kredit bei der Bank aufnehmen, um das Geschäft weiterführen zu können. Wenn das Unternehmen jedoch während der Pandemie geringere Einkünfte erzielt hat als normalerweise, kann die Bewilligung eines höheren Kredits abgelehnt werden. Dasselbe gilt für den Cashflow: die Hyperinflation reduziert den Cashflow und somit auch die Reserven für die Erhöhung des Betriebskapitals.

Entwicklung angesichts der Hyperinflation

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Hyperinflation die Schutzkleidungsbranche vor eine große Herausforderung stellt. Es gibt keine einfache Lösung für dieses Problem. Allerdings können eine effektivere Zusammenarbeit in der Lieferkette und eine Harmonisierung von Angebot und Nachfrage dazu beitragen, eine gesündere Betriebskapital- und Cashflow-Situation für alle herzustellen. Die Verbesserung unserer gesamten Effizienz – was bei den aktuellen Problemen in der Lieferkette in der Tat schwierig ist – wird es uns ermöglichen, mehr Puffer einzubauen, um mit unvorhergesehenen Umständen fertig zu werden.

Möchten Sie mehr erfahren?

Bei TenCate Protective Fabrics freuen wir uns immer auf ein Gespräch. Wenn Sie gerne näher über einen der Aspekte sprechen möchten, die in diesem Blog angeschnitten werden, und wenn Sie erfahren wollen, wie sich diese auf Ihr Unternehmen auswirken können, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.